2017 kaufte der Projektentwickler Cube Real Estate (Cube) das Grundstück an der Erkrather Straße und plante dort den Bau von 150 hochpreisigen Mikroappartements und zwei Hotels. Das stieß jedoch auf Widerstand. Nach diversen kreativen und öffentlichen Protestaktionen verstand der Projektentwickler, dass er ein solches Bauvorhaben hier nicht verwirklichen kann – und wie wichtig die Einbeziehung der Bürger:innen ist. So entstand der Beteiligungsprozess „Planwerkstatt 378“. Seit dem 28. Januar 2020 sind die Bewohner:innen des Quartiers nun nicht mehr nur Beobachter:innen, sondern gestalten aktiv mit.
Die Planwerkstatt 378 ist ein Meilenstein, der für eine Aneignung und Rückeroberung städtischer Räume und ihrer Veränderung steht. Und auch das konkrete Ergebnis kann sich sehen lassen: Städtische Sichtachsen werden in der neuen Planung eingehalten und statt einem Hotelkomplex entstehen bezahlbarer Wohnraum und Ateliers. Die Mikroappartements werden durch einige größere Wohnungen und Gewerbe ergänzt. In der Mitte wird es eine öffentlich zugängliche Freifläche geben. Außerdem soll ein Haus entstehen, das gemeinschaftlich genutzt werden soll. Mit einem Café ohne Konsumzwang, Räumen für Initiativen, Projekte und Ideen: Das K22
Als Idee ist die Planwerkstatt bereits 2017 entstanden. Damals kaufte ein unbekannter Innvestor das Grundstück zwischen Erkrather Straße und Kiefernstraße in Düsseldorf Flingern-Süd. In den darauf folgenden Jahren bildete sich die Planwerkstatt in der Praxis: durch Aktionen, Proteste, Gespräche und Interventionen. Es folgte der Bürgerbeteiligungsprozess „Planwerkstatt 378“, aus dem schließlich die Planwerkstatt hervorging.
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